Tränenfilm

Der Tränenfilm ist die von der Tränenflüssigkeit gebildete Flüssigkeitsschicht, die den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Die Tränenflüssigkeit wird größtenteils in den Tränendrüsen erzeugt und rinnt über den Augenwinkel und die ableitenden Tränenwege in die Nasenhöhle ab. Der gesamte Tränenfilm besteht aus zwei unterschiedlichen Arten, dem präokulären und dem präcornealen Tränenfilm. Der präokuläre Film bedeckt die innerhalb der Lidspalte gelegene Hornhaut (Cornea) und Bindehaut. Der präcorneale Tränenfilm überzieht hingegen nur die freiliegende Cornea. Auf der Augenoberfläche bildet die präcorneale Tränenflüssigkeit einen dreischichtigen Tränenfilm.

Der Tränenfilm dient dem Schutz vor Fremdkörpern und bildet eine Gleitschicht für das obere Augenlid. Seine Bestandteile sorgen für die Ernährung der vorderen Schichten der Hornhaut (Cornea), die keine Blutgefäße enthält und somit über Diffusion ernährt wird. Durch seine antimikrobiellen Bestandteile schützt der Film den vorderen Augapfel vor Infektionen. Schließlich sorgt er für eine glatte und glänzende Hornhautoberfläche und ist damit wesentlich an der optischen Funktion der Hornhaut beteiligt.

Ist die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört oder die Produktion der Tränenflüssigkeit zu gering, kann der Stoffwechsel der Hornhaut nachhaltig geschädigt werden. Die Sauerstoffversorgung ist für die Hornhaut von besonderer Bedeutung. Für diesen Transport ist es wichtig, dass der Wassergehalt der Umgebung immer gleich ist. Ebenfalls werden Abfallprodukte, die in Spuren im Wasser gelöst sind, wieder abtransportiert.